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Kleine Mutter

Die kleine Mutter faltet die Hände und legt sie über ihren Kopf. Kein Zugang, keine Einsicht, eine Kette von Vorwürfen blitzt durch ihre Augen und treffen mich am Bauch. Wie ein Tritt. Für gewöhnlich trete ich nicht zurück. Heute schon. Bloß die Hände falte ich nicht und ich halte ein bisschen offener, mache mich nackter. Ich fühle mich wie ein größeres Wesen als die kleine Mutter. Körperlich bin ich das - ohne Zweifel. Innerlich kränkt es mich, den Eindruck zu haben, ich müsse mehr Stärke beweisen - mich behaupten. Überhaupt keine Lust mein Haupt für Behauptungen hinzuhalten.
5.1.11 16:36


Fick dich Schneckenhaus.

Da ist er wieder. Der Moment, der mich lähmt. Der Moment, der sich vermehrt ohne mich zu fragen. Manchmal reiht er sich aneinander mit seinen Artgenossen, manchmal kommt er zerstückelt den Tag verteilt angestürmt, sticht mich und lähmt mich letztlich. Das Herz des Moments heißt nicht Herz, ich nenne es Angst, die Lunge könnte Traurigkeit sein und der Kopf vielleicht Hoffnung? Ich weiß es nicht. Manchmal weiß ich nichts. Und das meine ich genauso wie ich es sage. Verunsicherung, ein Teil der Angst im Zentrum des Moments frisst mich nahezu auf. Viel lieber würde ich handeln, an den Füßen packen und losrennen. Mit allem was dazu gehört. Mit Dir. Und einem Apfel vielleicht noch. Erleben. Was ein Wort ERLEBEN. Das ist es doch. Ich bin okay und doch so schrecklich unsicher, verunsichernd, verunsichert – nicht sicher. Was kann ich sagen, um Dich zu sichern und mich auch ein wenig? Ich schreibe wild drauflos um die Enge, die der Moment gerade in mir auslöst, zu vertreiben. Ihr Luft zu lassen. Kann man der Enge Luft lassen? Enge und Luft – das passt rein sinnbildlich nicht. Aber nichts ist unmöglich. Ich mag mich nicht zerhadern, ich mag viel lieber genießen. Und es gibt doch Grund genug dazu. Bloß der Kopf, die Seele – kurz ich -  entscheiden manchmal anders. Und ich kann es nicht ändern. So sehr ich will. Ich kann nicht beeinflussen mich anders zu fühlen, meine Empfindungen in diese oder jene Richtung zu drängen. Aber wer, wenn nicht ich selbst kann mich bezwingen, steuern? Gehör ich denn nicht mal mir? Ich hätte nicht übel Lust in einem Kunsthaufen zu versinken, mich treiben und betäuben zu lassen von Texten, Musik, Spiel und vielleicht auch ein bisschen Alkohol, das gehört ja letztlich auch dazu. Und ich will die Hände halten, die sich in meinen richtig anfühlen und den Mund küssen, der sich meinen Lippen hingibt und den Mann spüren der mich so klein macht, der mich verunsichert, ohne etwas zu tun. Ich mache das. Der Moment geht langsam vorbei, das atmen fällt noch ein bisschen schwer, aber der Kaffee schmeckt wieder. Ich würde gerne zerfließen, um mich dann wieder neu zu formen. Ich würde gerade auch gerne schlafen. Wieso bin ich so ängstlich? Ich muss wieder öfter schlucken, tiefer einatmen, mich gerade setzen. Ich würde Dich so gerne sehen. Ich sehe Dich sogar schon. Jetzt. Wenn ich die Augen schließe, dann kann ich dich auch ein bisschen riechen. Gestern bin ich beinahe wahnsinnig geworden. Heute auch. Nicht nur negativer Art, dieser Wahnsinn. WAHNSINN. Auch ein starkes Wort, wie ich finde. „Wahnsinn erleben.“ Das könnte der Titel meines ersten Bestsellers werden.

Ich soll ins Schneckenhaus? Fick Dich.

2.1.11 18:50


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