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Moder

Rauchend, buckelig sitzend, der Kopf voll, das Herzlein ausgelaufen. Leergelaufen. Leerlauf. Tropfend, in Gedanken aufstehend, nieder kniend, dann wieder sitzend.

Lächelnd, weil der Wahnsinn spricht. Das kann er. Manchmal leiser, ganz bald lauter.

Es stöhnt und windet sich, das Gut in meinem Kopf. Doch gut ist’s nicht. Das Gut tut nur so, als tue es gut. Ungut.

Die Hände vor dem Gesicht, warten auf Tränen, die sie kühlen würden. Doch es kommt nichts. Nicht mal eine kleine. Die Hände riechen wie Moder. Der Kopf juckt, das Pony steht weit ab von der Stirn und einzelne Haare versperren die Sicht, wenn die Moderhände nieder fallen.

Wieder in Gedanken aufstehend, zum Tisch gehend, essbares holend, doch nichts davon. Zu schwer, der Körper und das Gut im Kopf. Die Hände reichen bis zur Zigarette, die nächste, vor der davor. Die zwölfte, vielleicht mehr. Bald leer, sogar die Packung.

3.2.11 00:59


Kerzen tanzen

Anders, so heißt er. Anders, so ist er. Der andere auch. Ganz anders als Anders. Und doch so gleich. Anders gleicht dem anderen. Manchmal, sofern Anders es zulässt, verschmelzen sie sogar zu jemand neues.

Jemand, ein Produkt. Ein Produkt aus Anders und dem anderen. Und doch jeder für sich. Jeder, also Anders und der andere und der Rest. Wir suchen doch schließlich alle nach dem gemeinsamen Produkt und doch wie jeder zu sein, also zumindest so wie jeder, aber für sich, also jeder für sich,  bei sich, in sich, mit sich. Mit einem anderen bei sich. Für jemand anderen mit sich und ihm und dem Rest. Restlos gibt’s ja nicht.

Rastlos rastet man bei jedermann. Oder zumindest „manchermann“ und hastet dann weiter, bis man wieder rastet, die Heringe in den Boden schlägt. Doch Obacht, wenn es regnet, dann weicht der Boden auf, das Zelt geht flöten. Da entsteht meistens Musik, also wenn das Zelt flötet. Es hört sich an wie eine Lüge, denn jeder weiß, dass Zelte nicht flöten. Und jeder glaubt, dass das kleine Feuer am Docht einer Kerze nicht tanzen könne. Ich hab’s gesehen.

23.1.11 17:13


Löcher sind da, um herein zu fallen

Sabbernd steht er da, starrt in die andere Richtung, wie besessen, sieht mich dann doch an, rotäugig. Kaltblütig und starr schau ich zurück, spüre die Selbstbeherrschung schwinden. Spüre sie letztlich nicht mehr. Angst macht sich breit. Ich schlucke, spucke auf den Boden, renne los, noch immer starr und fest. Springe ihn an. Ihm an die Gurgel. Kann es nicht fassen, dass er es zulässt. Ich würge ihn, er lacht. Ich streichele ihn, er weint. Ich weine. Dann lache ich. Plötzlich werden die Beine weich. Ich sinke zu Boden, in mein zuvor ausgespucktes Bewusstsein. Liege mittendrin und es saugt mich auf. Immer tiefer in sich auf. Ich versinke darin, habe keine Möglichkeit, keine Steine an denen ich mich festhalten kann. Ich falle. Es sind ja Menschen da. Sie sind ja da. Und doch, hier, nur ich.

23.1.11 16:57


                        Da saß jemand und starrte mich an, nein, falsch, er schaute viel mehr. Hübsch sah er aus mit einem Gesicht und rosa-roten Wangen. Alt war er. Zu alt. Er musste etwas verbessern an mir. Mit Nadeln, aber es tat nicht weh. Genau genommen verbesserte er meine Kleidung, aber es fühlte sich halt anders an. Ich mag das nicht, wenn sich die Unsicherheit über meine Klarheit stellt. Gut tut es mir, das gebe ich zu, aber das Gefühl ist befremdlich.

Wie jemand riecht beschreibe ich häufig. Aber er roch nicht. Wirklich nicht – ganz und gar nicht. Irgendwie nett, weil es die Wahrnehmung erschwert. Man muss sich halt anstrengen. Wobei ich glaube, dass seine Wangen, wenn man die Nase ganz nah ranhält, etwas hergeben. Geruch halt. Ich glaube sie riechen rosa. Rosa riecht für mich besonders.

Vielleicht spreche ich von einer Frau. Der Mensch – deshalb „er“. Irgendwie ist es ja doch einerlei, denn Menschen haben Gesichter die rosa riechen, oder hellgrün. Die Frau ist wie der Mann, der Mann ist wie ein Kind und Kinder sind Menschen. Also Menschen sind ja auch selten Tiere. Warum unterscheiden?

19.1.11 16:54


Oder nicht?

Lieben, glühen, fühlen und schreien, hassen aber mögen, reiben und reizen, lassen, kleinlich sein, Klischees leben und auch verachten, hässlich sein und hübsch machen. Ist es das? Ist es das? Das will ich! Oder nicht?
19.1.11 16:42


Löschvorgang

                       Duftendes kleines Mädchen steht vor der Tür. "Hallo?", fragt sie. Keine Antwort. "Sei nicht roh", sagt sie. Einverstanden. Ich öffne die Türe. "Wer da?", frage ich. "Dein Ebenbild von gestern", sagt sie keck. Nein, denke ich. So nicht! Pistole raus, vorher noch den Schlaf aus den Augen und ab dafür! Auf die Straße, hinterher. Sie rennt, ich renne. Sie stolpert. Da stehe ich. In ihren Augen sind die Bilder von gestern und auch die von letztem Dienstag. Ich schieße halt in beide Augen. Die Bilder dürfen gehen. Das Herz schlägt zu schnell, aber es schlägt. Wie schön zu wissen, dass du löschen kannst. Zwar nicht auf ewig, aber schließlich für den Moment. Sich abschießen. Das funktioniert halt. Da reichen keine Weisheiten.

19.1.11 16:41


Der kleine Mensch

"Was machst du?", fragte der kleine Mensch. "Siehst du doch", sagte die 200kilo Frau, "ich habe Sex mit deinem Vater". "Ach so", sagte der kleine Mensch und verschwand.

19.1.11 16:40


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